Einmal Hölle und zurück

– wie ich Burnout überwunden habe

Man muss es erlebt haben, um nachzuvollziehen wie es ist, wenn einem das Leben entgleitet – Burnout. Ich habe noch nie offen über dieses Thema gesprochen, zu tief saß das Trauma, erleben zu müssen, wie – trotz bestem Willen und bestmöglicher Anstrengung – alles aus den Fugen gerät.

Aber eins nach dem anderen. Wie konnte es soweit kommen? Ich bekam ein Stipendium für mein Studium und hatte mein Leben eigentlich im Griff. Ich war schon sehr früh selbstständig geworden und stolz darauf, intelligent und erfolgreich zu sein. Nur kamen dann plötzlich mehrere Dinge zusammen, die – in der Summe – sehr ungesund waren: Eine sehr fordernde Vorgesetzte in einem Job, die mehr von mir verlangte, als ich leisten konnte, ein cholerischer und neurotischer Chef, der mich in eine missliche Lage versetzte und schließlich feuerte, eine Beziehung die zu Ende ging, die Anforderung an mich selbst, immer das Beste zu geben und noch ein paar Dinge in Studium, Familie und Job.

Plötzlich entglitt mir die Kontrolle über mich selbst. Ich hatte große Schwierigkeiten mich zu konzentrieren und brauchte für alles mehr Zeit als normal. Selbst die kleinsten Dinge des Alltags schienen plötzlich unbezwingbar: Den Schlüssel mitnehmen – eine Herausforderung, in der ich oft versagte. Einen Auftrag meiner Vorgesetzten ausführen – ein Ding der Unmöglichkeit. Trotz größter Anstrengung endete jeder – und wirklich jeder Auftrag, jedes Vorhaben – im Versagen. Ein absoluter Tiefpunkt meines Lebens. Ich zweifelte an mir selbst. Selbstmordgedanken kamen. Angstattacken. Fast täglich brach ich weinend zusammen. Ich kämpfte. Ich schottete mich ab. Meine Leistungen in der Uni ließen nach. Ich wusste nicht mehr, wofür ich noch lebte. Ich war damals gerade einmal 23 Jahre alt.

Stark wie nie zuvor

Warum ich das hier schreibe? Weil ich heute zurückblicken kann und sagen kann: „Ja, ich hab dieses Höllental überwunden!“ Wie habe ich das geschafft? Ich hatte WORT+GEIST. Ohne zu übertreiben muss ich sagen: Ohne die WORT+GEIST-Akademie, ohne diesen bedingungslosen Rückhalt, die konsequente Lehre, die Personen, die fest an mich geglaubt haben und mir immer und immer und immer das Gute zugesprochen haben – ohne sie hätte ich es nicht geschafft. Ich bin WORT+GEIST-Akademiker und habe in dieser schwierigen Zeit meinen Anker dort hinein geworfen. Das war mein einziger Hoffnungsschimmer und – die Rechnung ist aufgegangen.

Ich bin heute – drei Jahre später – eine starke, stabile und fröhliche Persönlichkeit geworden. Ich habe mein Studium erfolgreich abgeschlossen und meinen Traumjob gefunden. Ich bin immer noch WORT+GEIST-Akademikerin und stolz darauf und unendlich dankbar. Denn immer noch sind dort Persönlichkeiten, die mich groß machen, die mich trainieren im Sturm zu stehen und auch in schwierigen Situationen Oberwasser zu behalten. Ich habe gelernt, bewusst zu leben und weiß heute, dass – obwohl ich meine Arbeit sehr liebe – sie mich niemals bestimmen darf. Kein Chef, keine Karriere, kein Erfolg ist es wert, dass ich meinen Selbstwert verliere.

Heute weiß ich: Es gibt nur einen Wert: Gemeinsam stark sein, gemeinsam fest stehen, gemeinsam weiter gehen!
Und ein dankbares Herz.

Freya B.