ICH bin endlich da

Wie schön ist es, dass jeder Erfahrungsbericht unterschiedlich beginnt und dennoch immer zum gleichen Ende führt…

Tja, eigentlich bin ich mit dem Thema "Glauben" schon relativ früh in Kontakt gekommen, doch so richtig "warm" bin ich mit dieser Materie nicht geworden. Es war für meinen Verstand eine sinnvolle und auch wichtige Sache, denn: Nach dem Tod, man weiß ja nie...

Aufgewachsen zwischen Baptisten, Freikirchlern und regelmäßigen Besuchen von Kinderfreizeiten,
war dies eine willkommene Abwechslung für den meist sonst so grausamen Alltag, der geprägt war von Gewalt, Erniedrigung und Minderwertigkeit in jeglicher Hinsicht.
Ich lernte mich zurückzuziehen und Mauern zu bauen.
Doch eines war ich schon immer - entschlossen und in gewisser Weise auch klar. Was mir "rund" erschien, habe ich nicht hinterfragt.

So habe ich schließlich sehr früh geheiratet, Kinder großgezogen, gearbeitet und studiert,
denn vom Kopf, dem Intellekt und der Kraft und Ausdauer her war für mich eigentlich nichts unmöglich.

Im Jahr 2006 lernten wir WORT+GEIST kennen. Zu diesem Zeitpunkt war es Stefan (mein Mann),
der hundertprozentig wusste, dass wir dorthin gehören. (Danke Schatz!!!)

So viele Dinge änderten sich in unserem Leben. Nicht schlagartig, aber kontinuierlich.
Doch irgendwann fing es für mich an, herausfordernd zu werden. Denn es ging tief, tiefer und immer tiefer. Und der Geist fragt nicht lange. Er ist da und du kannst ihn nehmen oder nicht.
Ich wollte es nehmen, alles nehmen und dennoch habe ich es nicht geschafft, gewisse Dinge zu überwinden, weil Verletzungen zu groß erschienen. Diese „Liebe" hat meinen Kopf und meine Sinne Monat für Monat immer mehr an meine Grenzen gebracht. Und letztendlich kamen die ganze Minderwertigkeit und Verdammnis zum Vorschein, die ich so schön vergraben hatte.

Nix klappte mehr.

Doch was sollte ich tun, wenn es in mir drinnen dennoch einfach pulsierte?

Letzten Herbst nahm ich Zettel und Stift in die Hand. Da ich ahnte, dass es sehr turbulent werden würde, schrieb ich Helmut Bauer einen kurzen Brief. Ich schloss den Brief mit den Worten: „...was auch geschieht, ich werde immer die Deine bleiben."

Und ja, die Turbulenzen wurden immer heftiger. Die Enttäuschung über mich, etwas nicht zu schaffen, trieb mich im Frühling zu der Entscheidung, ohne WORT+GEIST weiterzugehen. Ich wollte dem Ganzen ein Ende setzen. So schrieb ich an WORT+GEIST, um mein "Ausscheiden" kundzutun.

Und ab dem Moment begann für mich die „Hölle auf Erden". Ich war von einem Moment auf den Anderen innerlich tot, man könnte sagen „Geist-tot". Ich habe mich selber abgetrennt.
Zum ersten Mal in meinem Leben spürte ich, was MICH ausmacht: Geist!

Es dauerte nur Minuten, in denen mir klar wurde, dass ich eine fatale Entscheidung getroffen hatte: Ich hatte DAS WORT und DEN GEIST verlassen, nur um nicht aus meiner selbstgebauten Komfortzone zu gehen und zu glauben und zu vertrauen.

Doch pflichtbewusst, wie ich war, wollte ich das durchstehen mit der Hoffnung, dass es ja leichter werden wird. Doch es wurde Stunde für Stunde schlimmer. Mein Innerstes verlangte so stark nach Geist und Substanz, dass mir klar wurde, dass das Leben so in diesem Zustand für mich nicht mehr lebenswert war. Ich war tot ohne Geist. Leblos. Alles Irdische ist nichtig geworden.
Diesen Zustand habe ich genau für zehn Tage durchgehalten.

Das Einzige, was mich in diesen zehn Tagen am Leben hielt, war Helmut, den ich jeden Tag in seiner Liebe in mir sagen hörte: „Egal was geschehen ist, du wirst immer die Meine bleiben!"

Diese Erfahrung ist einfach zu krass, um passende Worte dafür zu finden. Aber Tatsache ist:
Ich bin ins Leben zurück gekommen, unspektakulär, mit einem einfachen "Ja- ich will", voll und ganz und wahrscheinlich zum allerersten Mal echt und frei und völlig entschieden. Ohne Scham, ohne Zweifel. Ich weiß nun, wo ich hingehöre: ins Leben.

WORT+GEIST ist Leben. WORT+GEIST ist Freiheit. WORT+GEIST ist Liebe und Familie.
Da gibt es keine Scham und keine Minderwertigkeit. Nur Annahme - das habe ich erlebt.
Ich sage nicht, dass es keine Herausforderungen und Schwierigkeiten mehr gibt (vor allem mit Familie, Kindern…). Aber ich weiß zu hundert Prozent, dass jedes Hindernis seine Bedeutung und seine Wichtigkeit verliert im Gegensatz zu einem Leben ohne Geist.
Glauben und Vertrauen im Geist - darin ist alles möglich. Ich weiß es!

Mein Herz ist so voll und so dankbar. Danke Helmut, Marita und Petra und Danke an die ganze Leiterschaft. Es ist eine Ehre mit Euch.
Was Neues hat für mich begonnen und für meine ganze Familie.
Denn ICH bin endlich da.
Danke! In unendlicher Liebe und Dankbarkeit,

Heidi